An der Schnittstelle zwischen Geistes- und Naturwissenschaften analysiere ich „Lebensmittelskandale“

Ich bin Soziologin und habe über Jahre zu Acrylamid in Lebensmitteln geforscht. Zunächst interessierte mich dabei der Umgang der Politik mit diesem brisanten Thema. Aber schon bald begann ich, tief in die dazugehörigen naturwissenschaftlichen Disziplinen einzutauchen, denn das Thema ist so komplex, dass es nur unter Berücksichtigung von Forschungsergebnissen verständlich ist, die etwa die Epidemiologie, die Toxikologie oder die Analytik liefern. Viele Erkenntnisse lassen sich auf andere „Lebensmittelskandale“ übertragen: Durch die Analyse des „Acrylamid-Falls“ habe ich mir einen umfassenden Überblick über die Vorgänge im Politikfeld verschafft.

Ob Acrylamid in Pommes, Rinderwahn im Steak oder Cumarin in Zimtsternen – jederzeit kann etwas in Lebensmitteln gefunden werden, was wir dort nicht vermutet hätten und auch nicht haben wollen. Es kann zu Krisensituationen kommen, in denen politischer Druck entsteht, doch die Vorfälle werden meistens schnell wieder von anderen Themen überlagert. Häufig ist die Lösung tatsächlich nicht einfach, denn es müssen erst Informationen beschafft werden, auf deren Grundlage die Politik Entscheidungen treffen kann. Latent besteht dabei aber immer die Gefahr, dass die Vorfälle in Vergessenheit geraten. Das darf nicht passieren: Wenn die Politik die Gesundheit der Verbraucher schützen will, müssen die Ursachen für „Lebensmittelskandale“ beseitigt oder wenigstens unter Kontrolle gebracht werden.

Ich vereine den naturwissenschaftlichen mit dem sozialwissenschaftlichen Blick auf derart unangenehme Themen. Ich decke auf, wie der gesellschaftliche Umgang mit Risiken funktioniert. Dabei treibt mich die Frage an: Wie kann man Transparenz im Politikfeld schaffen und das Geschehen im Politikbereich besser nachvollziehbar machen? Indem ich wissenschaftliche und politische Fakten auswerte, trage ich dazu bei, Transparenz zu schaffen und die Behörden dabei zu unterstützen, Lösungen zu finden, die im Interesse der Verbraucher liegen. So verstehe ich meine Aufgabe als Expertin für gesundheitlichen Verbraucherschutz.

Meine Expertise

  • Mehr als 10 Jahre Forschungserfahrung im Politikfeld Gesundheitlicher Verbraucherschutz mit Schwerpunkt auf Acrylamid in Lebensmitteln
  • Veröffentlichungen in der Fachpresse
  • Im April 2017 Abschluss der Promotion über die gesellschaftliche Risikosteuerung im Acrylamid-Fall
  • Interdisziplinärer Ansatz
  • Stellungnahme zu Acrylamid beim Stakeholder-Meeting der EFSA
  • Fallstudie zu Acrylamid für das International Risk Governance Council
  • Vorträge und Workshops zu „Lebensmittelskandalen“