Überlegungen zur Entomophagie

Entomophagie könnte wahrscheinlich dazu beitragen, die Versorgung der Menschen mit tierischem Eiweiß nachhaltiger zu gestalten. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Insekten Leiden oder sogar Schmerzen empfinden können. Bei der industriellen Zucht sollten grundlegende Prinzipien des Tierwohls daher eingehalten werden.

Gesellschaftlicher Umgang mit Risiken am Beispiel von Acrylamid in Lebensmitteln | © Dr. Sabine Bonneck

Gesellschaftlicher Umgang mit Risiken

Als im Jahr 2002 die von IARC als „wahrscheinlich krebserregend“ eingestufte Substanz Acrylamid in Lebensmitteln entdeckt wurde, wurden viele Ressourcen in die Erforschung von Risiko und Reduktionsmöglichkeiten investiert. Nach mehr als zehn Jahren gibt es nur wenig neue Erkenntnisse zum Risiko. Die Acrylamidgehalte können in vielen Produkten reduziert werden, allerdings gibt es keine Belege dafür, dass eine Reduktion tatsächlich stattgefunden hat. Die Risikosteuerung hat weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden. Verbraucher wurden kaum einbezogen und internationale Vorgaben zur Risikosteuerung außer Acht gelassen. Ein Risikorat hätte ein systematischeres Vorgehen sicherstellen können.

Meine Philosophie zum gesundheitlichen Verbraucherschutz

In Deutschland im 21. Jahrhundert sind die im Handel erhältlichen Lebensmittel in dem Sinne „sicher“, dass man nach dem Verzehr kaum an einer akuten Vergiftung sterben wird. Trotzdem kommt es regelmäßig zu „Lebensmittelskandalen“. Die Ursachen hierfür haben nichts mit Lebensmitteln zu tun, sondern liegen in der politischen Sphäre. Ich decke die Gründe auf, wie solche Missstände entstehen und warum sie häufig lange andauern. Obwohl sie „sicher“ sind, bergen viele Lebensmittel auf lange Sicht gesundheitliche Risiken. Verbraucher sollen genügend Informationen haben, um sich selbst ein Urteil bilden und frei über ihre Ernährung entscheiden zu können.